Aktuell am Himmel

Sternenhimmel im Februar 2026

Die Erdachse hebt sich im Spiel der Jahreszeiten nun deutlich an, so dass die Tageslänge bis zum Monatsende um 84m von 9h 38m auf 11h 2m zunimmt.

Die Sonne durchläuft bis zum 16.2. das Sternbild des Steinbocks und danach das Sternbild des Wassermanns. Die Sonne tritt am 18.2. in das Tierkreiszeichen der Fische.

Merkur bewegt sich nun durch seine östliche Bahnwende und kann den ganzen Monat über in der hellen Abenddämmerung tief über dem westlichen Horizont gesehen werden. Merkur steht am 19.2. in grösster östlicher Elongation zur Sonne.

Venus bewegt sich nun von der Sonne weg und kann bereits vor Monatsmitte an in der hellen Abenddämmerung tief über dem westlichen Horizont und etwas unterhalb von Merkur gesehen werden.

Der rote Planet Mars bewegt sich nun von der Sonne weg, kann aber den ganzen Monat über nicht gesehen werden.

Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiter das Sternbild der Zwillinge und kann bereits ab Nachtbeginn über dem östlichen Horizont gesehen werden.

Der Ringplanet Saturn durchläuft weiter das Sternbild der Fische und kann jeden Tag am Abend immer tiefer stehend über dem westlichen Horizont gesehen werden.

Die Phasen des Mondes:
🌕 Vollmond am 1.2. um 23:09 Uhr
🌗 Letztes Viertel am 9.2. um 13:43 Uhr
🌑 Neumond am 17.2. um 13:01 Uhr
🌓 Erstes Viertel am 24.2. um 13:28 Uhr

Schön, aber nicht ganz einfach zu schauen ist in der hellen Abenddämmerung vom 18.2. wie die sehr schmale Mondsichel des jungen Mondes sich über dem flachen westlichen Horizont genau zwischen Merkur und Venus platziert.

Ein besonderes Erlebnis ist das Erscheinen eines Kometen. Ab dem 18.2. darf in der Abenddämmerung im Südwesten über dem Horizont mit dem Auftauchen des Kometen C/2024 E1 Wierzchos gerechnet werden. Seine Helligkeit wird zu schwach sein um ihn von blossem Auge sehen zu können. Aber bereits im Fernglas sollte er zu sehen sein. Die Spezialvorführung vom 21.2. steht im Thema Kometen und wenn alles klappt kann dieser Kometen auch noch im Teleskop betrachtet werden.

In den frühen Nachtstunden im weiter winterlich dunklen Monat Februar lässt sich die Milchstrasse gut verfolgen. Sie steigt weit im Südosten direkt links neben dem hellen Stern Sirius mit dem schwächeren äusseren Scheibenbereich aus dem Horizont, läuft dann praktisch über den Zenit hinweg und geht fast im Nordosten mit dem kräftigeren zentralen Scheibenbereich unter.

In südlicher Richtung ist bis hoch an den Himmel das gesamte Wintersechseck sichtbar, bestehend aus den Sternbildern Grosser Hund, Orion, Stier, Fuhrmann, Zwillinge und Kleiner Hund. Die Gelegenheit ist nun günstig um die Entwicklung der Sterne verfolgen zu können. Die Geburt von neuen Sternen ist am Beispiel von eben erst entstandenen Sternen im prächtig zu schauenden Orionnebel zu sehen. Das vielfältige Leben der Sterne zeigt sich danach am Beispiel des Doppelsterns Castor, während das Lebensende eines Sterns beim Stern Aldebaran und besonders beim Riesenstern Beteigeuze zu sehen ist.

Hoch im Süden stehend lässt sich weiterhin leicht das Siebengestirn, die Plejaden, erkennen. Diese Gruppe, bestehend aus mehreren Hundert Sternen, ist vor gut hundert Millionen Jahren gemeinsam entstanden. In vermutlich rund zweihundert Millionen Jahren werden sich die einzelnen Sterne aber soweit voneinander entfernt haben, dass jeder Stern danach für sich alleine weiterbestehen wird, die Plejaden werden sich aufgelöst haben.

Der Sternenhimmel am 15. Februar 2026 um 19:30 Uhr