Aktuell am Himmel
Sternenhimmel im Oktober 2026
Die Sommerzeit endet am Sonntag, 25.10. um 3:00 Uhr. Die Uhr muss ab diesem Moment um eine Stunde zurückgestellt, das heisst, von 3 Uhr auf 2 Uhr umgestellt werden. Der Nachtbeginn verfrüht sich dadurch ebenfalls um eine Stunde, wodurch die Sternwarte SIRIUS ab 1.11. bereits um 19:30 Uhr geöffnet werden kann.
Die Erdachse neigt sich im Lauf der Jahreszeiten weiter deutlich von der Sonne weg, so dass die Tageslänge bis zum Monats-ende um 96m von 11h 41m auf 10h 5m abnimmt.
Die Sonne durchläuft bis zum 31.10. das Sternbild des Jungfrau, danach das Sternbild der Waage. Die Sonne tritt am 23.10. in das Tierkreiszeichen des Skorpions.
Merkur bewegt sich nun durch die östliche Bahnwende und kann wegen der aktuell flach liegenden Ekliptik den ganzen Monat nicht gesehen werden.
Venus bewegt sich nun an der Sonne vorbei und kann erst ab dem Monatsende als prächtiger Morgenstern tief über dem flachen östlichen Horizont gesehen werden. Venus steht am 24.10. in unterer Konjunktion zur Sonne.
Der rote Planet Mars durchläuft bis zum 30.10. das Sternbild des Krebs, danach das Sternbild des Löwen und kann im Laufe des Monats immer früher nach Mitternacht über dem östlichen Horizont sehr schön gesehen werden.
Der grösste Planet Jupiter durchläuft weiter das Sternbild des Löwen und kann im Laufe des Monats immer früher in der zweiten Nachthälfte über dem östlichen Horizont als helles Objekt gesehen werden.
Der Ringplanet Saturn durchläuft weiter das Sternbild des Cetus und ab Nachtbeginn über dem flachen östlichen Horizont schön gesehen werden. Saturn steht am 4.10. in Opposition zur Sonne.
Die Phasen des Mondes:
🌗 Letztes Viertel am 3.10. um 15:25 Uhr
🌑 Neumond am 10.10. um 17:50 Uhr
🌓 Erstes Viertel am 18.10. um 18:12 Uhr
🌕 Vollmond am 26.10. um 5:11 Uhr
Reizvoll über dem östlichen Horizont anzuschauen ist vor der Morgendämmerung vom 7.10. die eindrücklich schmale Sichel des abnehmenden Mondes und nahe darüber stehend der helle Stern Regulus im Sternbild des Löwen. Eine ähnlich schöne Konstellation zeigt sich ebenfalls am Nachtende vom 5.10. mit der Mondsichel und dem Planeten Mars.
Im Oktober ist mit dem Auftreten von Sternschnuppen aus den beiden jährlich auftretenden Meteorströmen der Draconiden (am 9.10. mit etwa 5 Ereignissen pro Stunde) und der Orioniden (am 21.10. mit etwa 20 Ereignissen pro Stunde, leider bei einem hellen Mond) zu rechnen. Jede einzelne Erscheinung ist eine leuchtende Spur von einem etwa staubkorngrossen Partikel, welches von einem Kometen stammt – bei den Draconiden vom Kometen Giacobini-Zinner und bei den Orioniden vom Kometen Halley. Beim Eindringen des Partikels in die Erdatmosphäre reibt dieses an der Luft, so dass die Luft zum Leuchten gebracht wird. Das Partikel selber verglüht dabei vollständig. Es fällt also kein Meteorit zu Boden der gefunden werden kann.
In den frühen Nachtstunden im Oktober zeigt sich hoch im Südwesten immer noch das Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega im Sternbild der Leier, Altair im Sternbild des Adlers und Deneb im Sternbild des Schwans. Im Teleskop ist hier schön anzuschauen die Farben des Doppelsterns Albireo. Im Südosten zeigen sich die beiden Sternbilder Pegasus und Andromeda und lassen den Wechsel der Jahreszeiten eindrücklich erkennen. Hoch am Himmel im Osten thront die bereits von blossem Auge sichtbare grosse Spiralgalaxie in der Andromeda. Weit im Nordosten und erst tief über dem Horizont kündigt das Siebengestirn der Plejaden bereits den kommenden Winter an.
